Kosten

1.Bezahlt die Krankenkasse die OP?

Ja, die Kosten eines Eigengewebsaufbaus werden in Deutschland von den Krankenkassen bezahlt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie privat oder gesetzlich versichert sind. In der Regel haben vorangegangene Operationen, z.B. ein Versuch mit einem Expander oder einem Implantat, ebenfalls keinen negativen Einfluß auf die Kostenübernahme. Eventuell muß im Einzelfall vorab eine Kostenübernahme schriftlich beantragt werden.

Was kostet ein Brustaufbau?

Seit dem Jahr 2003 gibt es in Deutschland ein Fallpauschalensystem. Das bedeutet, dass jeder medizinisch notwendige Eingriff nach einem genau festgelegten Schlüssel berechnet und vergütet wird. Dabei spielt die Diagnose, die zur stationären Aufnahme geführt hat und die Art der Operation eine wesentliche Rolle. Zusammen mit weiteren Einflußgrößen wie z.B. der Dauer des stationären Aufenthaltes und Nebenerkrankungen ergibt sich eine Pauschale für diesen spezifischen Behandlungsfall. Aus der Sicht eines Arztes ist diese ökonomische Sichtweise sehr befremdlich, da wir Patienten und nicht medizinische Fälle behandeln, aber das System ist seit 2003 so politisch gewollt und wird- ständig überarbeitet und verfeinert- seitdem so eingesetzt. Da im Fall des Brustaufbaus verschiedene Diagnosen (Brustkrebs oder Zysten, etc.) und verschiedene operative Prozeduren vorkommen können, kann auch die daraus resultierende Fallpauschale unterschiedlich ausfallen. Daher kann man den genauen Preis eines Brustaufbaus nicht exakt sagen. Grob gesagt liegt er jedoch zwischen 10.000 und 15.000 Euro.

Ist es wahr, dass manche Operateure ein zusätzliches Honorar für die Durchführung eines Eigengewebsaufbaus verlangen? Und wenn ja, warum?

Es ist richtig, dass manche Operateure für manche Formen des Brustaufbaus zusätzlich zu den Kosten, die die Krankenkasse im Rahmen der Fallpauschale erstatten würde, ein zusätzliches Honorar verlangen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Fragen Sie Ihren Arzt, ob, und wenn ja warum, er ein zusätzliches Honorar von ihnen verlangt, wenn doch die Kosten für den Brustaufbau mit Eigengewebe eigentlich von den Krankenkassen vollständig übernommen werden. Das bedeutet für Sie als Patientin, dass Sie nicht zwingend für einen Brustaufbau mit Eigengewebe einen Eigenanteil bezahlen müssen. Wenn Ihnen die Gründe nicht einleuchten, dann suchen Sie sich einen Arzt oder ein Krankenhaus, in dem der Brustaufbau ohne Zuzahlung durchgeführt wird (s. Links).

Wie hoch ist das Zusatzhonorar, das von manchen Ärzten für die Durchführung des Brustaufbaus erhoben wird?

Nach unseren Kenntnissen liegt es zum Teil bei 2000 bis 9000 Euro je nach Arzt und Art des Eigengewebsaufbaus.

5. Wird dieses zusätzliche Honorar von der Kasse erstattet?

Nein, die Kasse übernimmt in der Regel nur den gesetzlich festgelegten Fallpauschalenanteil.

6. Zahlt die Krankenkasse auch für den Fall, dass die Operation nicht funktioniert hat?

Ja, die Krankenkasse übernimmt die Kosten des Eingriffs, auch wenn er nicht funktioniert hat.